Schnee, Glätte und Böen: Winterwoche bringt Verkehr an seine Grenzen
- Nico Hessel

- 17. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Kreis Schleswig-Flensburg - Anhaltender Schneefall hat den Kreis Schleswig-Flensburg im Zeitraum vom 3. bis 9. Januar fest im Griff gehabt und vielerorts zu glatten Straßen und Verkehrsbehinderungen geführt. Autobahnen sowie Landes-, Kreis- und Bundesstraßen waren zeitweise nur eingeschränkt passierbar. Die Winterdienste arbeiteten währenddessen nahezu durchgehend im Dauereinsatz.
Bereits ab dem 3. Januar sorgten wiederholte Schneefälle und Minusgrade für schwierige Fahrbahnverhältnisse. Besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden kam es zu Verkehrschaos, liegengebliebenen Fahrzeugen und längeren Fahrzeiten. Räum- und Streufahrzeuge waren im gesamten Kreisgebiet unterwegs, um die wichtigsten Verkehrsverbindungen befahrbar zu halten. Trotz intensiver Maßnahmen ließ sich nicht verhindern, dass Nebenstrecken und weniger frequentierte Straßen zeitweise stark verschneit blieben.
Auch im innerstädtischen Bereich von Schleswig war der Winterdienst stark gefordert. Die Stadtwerke SH waren mit zahlreichen Einsatzkräften im Einsatz, um Straßen, Geh- und Radwege sowie öffentliche Flächen von Schnee und Eis zu befreien. Durch anhaltende Schneefälle mussten geräumte Bereiche immer wieder nachgestreut und neu geräumt werden.
Am 9. Januar richteten sich die Blicke zusätzlich auf das angekündigte Sturmtief „Elli“. Zwar hatte der Deutsche Wetterdienst vor weiteren Schneefällen in Verbindung mit Sturm gewarnt, im Kreisgebiet blieb es jedoch überwiegend bei kräftigen Sturmböen. Zusätzlicher Schneefall blieb größtenteils aus. Dennoch erschwerten Windböen die Räumarbeiten und führten stellenweise zu Schneeverwehungen auf bereits geräumten Straßen.
In der Bevölkerung wurde die Arbeit des Winterdienstes in dieser Zeit teils kritisch kommentiert. Verantwortliche weisen jedoch darauf hin, dass ein gleichzeitiges Räumen aller Straßen nicht möglich sei. Die Priorisierung von Hauptverkehrsstraßen, Schulwegen und wichtigen Verbindungsachsen sei notwendig und gesetzlich vorgegeben. Ein Großteil der Kritik sei daher aus Sicht der Einsatzkräfte nicht immer berechtigt, da Umfang und Dauer des Wintereinbruchs außergewöhnlich gewesen seien.
Mit dem Nachlassen der winterlichen Witterung entspannte sich die Lage im Laufe des 9. Januar allmählich. Die Tage des Schneewetters haben jedoch deutlich gemacht, wie wichtig Rücksichtnahme, Geduld und Verständnis im Zusammenspiel aller Beteiligten bei extremen Winterlagen sind.
Bildergalerie - 03 + 04.01.26

















































































