Winterdienst der Stadtwerke Schleswig: Einsatz für sichere Straßen rund um die Uhr
- Nico Hessel

- 11. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Jan.
Frühe Kontrollen
Wenn in Schleswig Schnee und Glätte drohen, beginnt der Arbeitstag für den Winterdienst der Stadtwerke deutlich früher als für die meisten anderen. Bereits ab 2.30 Uhr macht sich der Bereitschaftsführer ein Bild von der aktuellen Wetterlage und kontrolliert die Straßen, um rechtzeitig entscheiden zu können, ob ein Einsatz notwendig ist, bevor um 4 Uhr der erste Abmarsch erfolgt und die Fahrzeuge in das Stadtgebiet ausrücken.
Alarmierung über Telefonkette
Die Alarmierung der Mitarbeiter läuft dabei über eine fest definierte Telefonkette, durch die sichergestellt wird, dass innerhalb kurzer Zeit genügend Personal erreicht wird und alle Beteiligten wissen, wann und wo sie gebraucht werden, sodass spätestens 30 Minuten nach dem Anruf alle Kräfte auf dem Betriebshof einsatzbereit sind. Insgesamt stehen für den Winterdienst ca. 50 Mitarbeiter zur Verfügung, die mit Groß- und Kleinfahrzeugen sowie in Handkolonnen arbeiten und bei Bedarf zusätzlich von Kollegen aus anderen Abteilungen der Stadtwerke unterstützt werden, um auch bei schwierigen Wetterlagen handlungsfähig zu bleiben.
Regelmäßige Streueinsätze
Gestreut wird in der Regel zweimal täglich, morgens vor dem ersten Berufsverkehr und am Abend, wenn die Temperaturen erneut sinken und Glättegefahr besteht, wobei sich die Einsatzzeiten bei anhaltendem Frost oder Schneefall deutlich verlängern können. In solchen Phasen sind die Mitarbeiter nicht selten mehr als zehn Stunden im Einsatz und das teilweise bereits ab 4 Uhr morgens, was körperlich und organisatorisch eine hohe Belastung darstellt.
Materialreserven und Hochwasserschutz
Für den Winter sind die Stadtwerke Schleswig gut vorbereitet, denn in den Silos können rund 150 Tonnen Streusalz gelagert werden, sodass auch längere Kälteperioden abgedeckt werden können. Neben Schnee und Eis gehört außerdem das Hochwasser zu den möglichen Einsatzlagen, weshalb für das mögliche Hochwasser am Samstagmorgen, dem 10.01.26, am Hafengang Sandsäcke bereitgestellt wurden und ein LKW mit Pritschencontainer und weiteren Sandsäcken für den Ernstfall vorgehalten wird, um kurzfristig reagieren zu können.
Hoher Einsatz trotz Beschwerden
Trotz des hohen Aufwands und der umfangreichen Vorbereitung bleibt Kritik aus der Bevölkerung nicht aus, wenn Straßen nicht sofort geräumt oder gestreut sind. Die Mitarbeiter betonen jedoch, dass sie alles geben, um für Sicherheit im Stadtgebiet zu sorgen, und dass es trotz aller Erfahrung und Planung schlicht nicht möglich ist, überall gleichzeitig zu sein, weshalb sich manche Beschwerden aus ihrer Sicht als ungerechtfertigt erweisen.
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