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Stall in Nordhackstedt brennt nieder – Mehr als 60 Kälber verenden in den Flammen

  • Autorenbild: Nico Hessel
    Nico Hessel
  • 5. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Ein Großbrand hat am späten Samstagabend, 15.11.25, einen Stall auf einem landwirtschaftlichen Betrieb am Hasselbeker Ring vollständig zerstört. Mehr als 60 Kälber, darunter viele nur wenige Wochen alte Tiere, kamen in den Flammen ums Leben. Menschen wurden bei dem Großfeuer nicht verletzt.


Der Alarm ging gegen 22.40 Uhr ein. Doch schon auf der Anfahrt war den Einsatzkräften klar, dass für das Stallgebäude kaum noch Hoffnung bestand: Funkenflug und gleißender Feuerschein waren über mehrere Kilometer hinweg sichtbar – selbst aus über fünf Kilometern Entfernung zeichnete sich der brennende Hof am Nachthimmel ab.


Anwohner hatten das Feuer bemerkt und die Rettungskräfte verständigt. In der betroffenen Halle waren große Mengen Stroh gelagert, sodass sich die Flammen rasch ausbreiteten. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Auf dem Dach befand sich zudem eine Photovoltaikanlage, die die Situation weiter verschärfte. Wegen der massiven Hitzeentwicklung und akuter Einsturzgefahr war ein Betreten des Stalls für die Einsatzkräfte nicht mehr möglich – eine Rettung der Tiere war daher ausgeschlossen.


Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Der einzige Hydrant in unmittelbarer Nähe lieferte nicht genügend Wasser, um den Großbrand zu bekämpfen. Daher wurden neben mehreren Wehren aus dem Amt Schafflund frühzeitig zusätzliche Einsatzmittel angefordert, darunter das Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Handewitt sowie der Schlauchwagen der Feuerwehr Flensburg-Weiche. Um eine stabile Wasserversorgung sicherzustellen, pumpten die Feuerwehrleute schließlich Wasser aus einem Saugbrunnen an der Meierei – rund 2500 Meter vom Einsatzort entfernt.


Während der laufenden Löscharbeiten stürzte die Halle teilweise ein. Im Inneren befanden sich neben den Rinderstallungen große Mengen Stroh und mehrere landwirtschaftliche Maschinen, die den Flammen reichlich Nahrung boten. An den Hallentoren standen die Einsatzkräfte zeitweise vor einer regelrechten Wand aus Feuer. Mit zwei Wasserwerfern – einer auf einem angrenzenden Feld, ein weiterer auf dem Dach des Handewitter Tanklöschfahrzeugs – gelang es schließlich, das Feuer einzudämmen.


Da insbesondere brennendes Stroh nur schwer vollständig zu löschen ist, wurde zusätzlich das Technische Hilfswerk angefordert. Ein Teleskoplader aus Husum und ein Radlader aus Schleswig sollen die eingestürzten Gebäudeteile abtragen, um Glutnester im Inneren freizulegen und abzulöschen.


Rund 100 Einsatzkräfte waren in der Nacht im Einsatz. Die Johanniter-Unfall-Hilfe aus Schleswig versorgte die Feuerwehrleute während der stundenlangen Arbeiten mit Essen und Getränken. Nach Einschätzung der Feuerwehr dürften die Löscharbeiten noch den gesamten Sonntag andauern. Der Hasselbeker Ring bleibt deshalb vorerst für den Verkehr gesperrt.


Die Brandursache ist bislang unklar. Ermittlungen sollen aufgenommen werden, sobald der Brandort gefahrlos betreten werden kann.


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