Großfeuer in Hütten: Stall steht in Vollbrand – Rund 100 Kühe gerettet
- Nico Hessel

- vor 9 Stunden
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Ein lauter Knall hat am Donnerstagabend gegen 22 Uhr die Anwohner im Langenkamp aus dem Schlaf gerissen. Wenig später stand ein Stallgebäude auf einem landwirtschaftlichen Betrieb lichterloh in Flammen. Rund 100 Kühe konnten gerettet werden. Etwa 100 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen das Feuer.
Der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr, der direkt gegenüber des Hofes wohnt, wurde durch das Geräusch aufmerksam. Als er nach draußen trat, brannte der Stall bereits in voller Ausdehnung. Die Flammen hatten sich innerhalb kürzester Zeit über das gesamte Gebäude ausgebreitet. Umgehend wurde Großalarm ausgelöst.
Tiere rechtzeitig ins Freie gebracht
Trotz der rasanten Brandausbreitung gelang es dem Landwirt und den ersten eintreffenden Einsatzkräften, die Tiere aus dem Stall zu treiben. Nach Angaben vor Ort konnten rund 100 Kühe in Sicherheit gebracht werden. Ein Tierarzt wurde hinzugezogen und kümmerte sich unter anderem um einen Bullen, der medizinisch versorgt werden musste.
Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile konnte verhindert werden. Das Stallgebäude selbst brannte jedoch vollständig aus.
Schwierige Löscharbeiten bei minus sieben Grad
Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufwendig. In dem Stall lagerten erhebliche Mengen Stroh, die für eine massive Rauchentwicklung sorgten und immer wieder Glutnester bildeten. Rund 100 Einsatzkräfte waren im Einsatz, darunter etwa 30 Atemschutzgeräteträger.
Die eisigen Temperaturen von etwa minus sieben Grad erschwerten die Arbeiten zusätzlich. Um die Glutnester im Stroh gezielt abzulöschen, wurde ein Greifbagger eingesetzt, der das Brandgut auseinanderzog. Parallel liefen umfangreiche Lösch- und Belüftungsmaßnahmen.
Die Wasserversorgung bauten die Einsatzkräfte über eine rund 400 Meter lange Schlauchleitung von einem Unterflurhydranten sowie aus einer zusätzlichen Zisterne auf. Aufgrund der Vielzahl an Fahrzeugen und Schläuchen musste die Landesstraße durch Hütten während des Einsatzes voll gesperrt werden.
Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Hütten, Ascheffel, Damendorf, Osterby, Wolfskrug, Hummelfeld und Eckernförde sowie der Löschzug Gefahrgut (LZ-G) und die Technische Einsatzleitung (TEL).
Rauch zieht ins Wohngebiet
Die starke Rauchentwicklung belastete auch die Anwohner. Da die Brandstelle höher liegt als das angrenzende Wohngebiet, zog der Qualm zunächst auf und senkte sich anschließend in die tiefer gelegenen Straßen. Dort kam es zu deutlicher Geruchsbelästigung und eingeschränkter Sicht.
Eine Familie verließ vorübergehend ihr Haus. Der Vater berichtete, seine zweijährige Tochter leide an Fieber, der Rauchgeruch in den Wohnräumen sei kaum auszuhalten gewesen. Bis zum Abschluss der Löscharbeiten zog die Familie in ein nahegelegenes Hotel.
Gegen 2 Uhr in der Nacht meldete die Einsatzleitung schließlich „Feuer aus“. Die Polizei hat die Ermittlungen zur bislang unklaren Brandursache aufgenommen.
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