Gasaustritt: Aldi-Markt in Silberstedt zwei Mal innerhalb weniger Stunden geräumt
- Nico Hessel

- 29. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Zwei Mal innerhalb eines Arbeitstages rückte beim Discounter „Aldi“ in Silberstedt die Feuerwehr an. In beiden Fällen musste der Markt nach Austritt von CO2 evakuiert werden.
Eine defekte Leitung an einem Kompressor im Lager der Filiale des Discounters „Aldi“ hat in Silberstedt am Dienstag gleich zwei Mal für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Sowohl am Vormittag als auch am Abend musste der Markt geräumt werden.
Zu dem ersten Einsatz kam es gegen 10.50 Uhr. Mitarbeiter hatten an einer Leitung, die zu einem Kompressor führt, ein Leck bemerkt. Aus der Leitung strömte unter hohem Druck das farb- und geruchslose Kohlenstoffdixoid aus, das in hohen Konzentrationen in der Luft gesundheitsschädlich ist.
Techniker kann erstes Leck schnell abdichten
Die Mitarbeiter des Supermarktes reagierten sofort. Sie forderten die Kunden auf, sich ins Freie zu begeben und verließen auch selbst die Filiale. Wenig später rückten die Freiwillige Feuerwehr Silberstedt, ein Rettungswagen und der Löschzug Gefahrgut des Kreises an.
Die Feuerwehr und der Löschzug Gefahrgut waren bei beiden Vorfällen im Einsatz.
Die Einsatzkräfte konnten das Leck an einer Rohrverbindung lokalisieren, die von einem alarmierten Techniker repariert wurde. Nach Abschluss der Arbeiten konnte der Markt wieder öffnen.
Erneuter Gas-Alarm am Abend
Doch nur gut sechs Stunden nach der Wiedereröffnung legte die gerade erst reparierte Leitung den Verkauf in dem Aldi-Markt erneut lahm. Gegen 18 Uhr bemerkten die Mitarbeiter des Supermarktes erneut ausströmendes CO2 im Lager. Sie handelten wie schon am Vormittag sofort und evakuierten das Geschäft ein zweites Mal und alarmierten auch erneut die Feuerwehr.
Provisorische Reparaturversuche wegen hohem Druck nicht erfolgreich
Unter Atemschutz und mit Messgeräten konnten die Feuerwehrleute erneut ein Leck in der Leitung feststellen. Dies befand sich jedoch an einer anderen Stelle als noch am Vormittag. Da der erneut angeforderte Techniker einen Anfahrtsweg von mindestens zwei Stunden hatte, versuchte die Feuerwehr das Leck provisorisch abzudichten. Dies scheiterte jedoch zunächst an dem hohen Druck in der Leitung.
Unter Atemschutz versuchten die Feuerwehrleute das Leck abzudichten.
Discounter am Mittwoch wieder geöffnet
Die Arbeiten dauerten auch bei planmäßigen Geschäftsschluss des Marktes um 20 Uhr noch an, daher konnte der Verkauf am Dienstag nicht wieder aufgenommen werden. Der Schaden konnte aber noch am Abend behoben und der Markt am Mittwoch wieder geöffnet werden.
Der Grund für den zweimaligen Defekt der gleichen Leitung ist bislang noch unbekannt. Menschen wurden bei beiden Vorfällen nicht verletzt.
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